Virenschutz bei Smartphones

Im vergangenen Jahr sind in Deutschland bereits mehr als 40 Millionen Smartphones registriert gewesen. Experten rechnen damit, dass es 2015 mehr als 46 Millionen Exemplare sein werden. Weil sie mobilen Zugang zum Internet ermöglichen und immer mehr Funktionen besitzen, werden sie zunehmend zum Angriffsziel für Hacker und Cyberkriminelle.

 

Virenschutz für Smartphones – ein brandaktuelles Thema

Für viele Menschen ist das Smartphone zum alltäglichen Begleiter geworden. Längst sind die Zeiten vorbei, in denen man mit dem Handy lediglich telefonierte oder SMS austauschte. Heute benutzt man es hauptsächlich zum Surfen im Internet. Nicht das Chatten in sozialen Netzwerken, auch Onlineshopping und Banking mit dem Smartphone werden immer beliebter. Wer das alles nutzt, ohne Virenschutz und Vorkehrungen gegen Datenklau zu treffen, öffnet Kriminellen praktisch Tür und Tor.

Virenschutz aus dem Apple App-Store

 

Welche Maßnahmen sollte man treffen?

Im Grunde genommen ist ein Smartphone ein Computer mit Internetzugang. Deshalb sollte für jedes Smartphone ein Virenschutz installiert werden, der das Gerät in regelmäßigen Abständen scannt und auf dem neuesten Stand gehalten wird. Auf diesem Gebiet gibt es eine große Anzahl von Programmen bzw. Apps, die heruntergeladen werden können. Das offenbart gleich ein weiteres Problem. Bevor der Nutzer Apps auf sein Smartphone lädt, sollte sich der Nutzer vergewissern, dass sie keine Schadsoftware enthält. Es empfiehlt sich, vor der Installation immer erst die Bewertungen der App durchzulesen. Wurde eine App nur selten heruntergeladen und/oder hat schlechte Bewertungen kann das ein Zeichen dafür sein, dass die App Viren oder Spionagesoftware enthält.
Der beste Virenschutz ist immer noch der Benutzer selbst. Besonders wenn das Smartphone zum Onlinebanking benutzt wird, davon raten Experten allerdings ab, ist größte Vorsicht geboten. Die Verbindung zum Internet ist das Einfallstor für Hacker und Kriminelle. Man sollte daher nie unbekannte Emails oder MMS öffnen und Kontaktanfragen Unbekannter zumindest ignorieren und sofort löschen. Einen Onlineshop oder die Internetbank sollte der Benutzer stets über die eigene App oder die Eingabe der URL über eine Suchmaschine aufsuchen. Betrüger senden oft Emails mit Links, die arglose Nutzer auf gefälschte Webseiten führen. Dort können die Kriminellen die eingegeben Daten wie Passwörter und PIN stehlen oder sich zwischen Nutzer und Bank schalten und das Geld auf ein anderes Konto lenken. Diese Methode wird Phishing genannt. Es wird auch empfohlen, möglichst komplizierte Passwörter zu benutzen und sie regelmäßig zu ändern.

 

Welche Sicherheitslücken gibt es und welche Handys sind besonders sicher?

Eine hundertprozentige Sicherheit gegen Datenklau gibt es nicht. Alle Betriebssysteme haben die eine oder andere Sicherheitslücke, die gestopft werden muss. Apple Produkte hingegen, gelten als besonders sicher. Es kann nicht oft genug betont werden, dass der beste Virenschutz und Schutz gegen Datenklau Maßnahmen sind, die der Benutzer selbst trifft. Beispielsweise sollte man die Funktionen „mobile Daten“ und Bluetooth ausgeschaltet lassen und nur dann aktivieren, wenn sie wirklich benötigt werden. Solange das Smartphone keine Verbindung nach außen besitzt, kann es auch nicht angegriffen werden. Diese Maßnahme schont außerdem den Akku.
In Bezug auf Sicherheit gegen Datenklau gilt der Grundsatz, dass ein Handy um so sicherer ist, je weniger Funktionen es hat. Leider läuft der Trend in die entgegengesetzte Richtung.